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Wanderschäferei und Biotoppflege


Die Wanderschäferei ist durch den jahreszeitlichen, futterbedingten Standortwechsel
der Schafherde, zwischen meist weit auseinanderliegenden Weideplätzen, gekennzeichnet.

 

Auf dem Weg....

2008: Ziehen mit der Herde,  mit Begleitfahrzeug.

 

Rast

Juni 2009: Rast im Wald, an einem Bachlauf.


Viele Biotoptypen (z.B. Kalkmagerweiden, Heiden) sind durch jahrhundertlange Schafbeweidung - vor allem durch Wanderschäferei - entstanden. Entsprechend eignet sich die Schafbeweidung insbesondere, um diese Biotoptypen zu erhalten. Schafe eignen sich - je nach Rasse - zur Pflege fast aller Flächen, von ebenen bis zu steilem Gelände, von trockenen bis zu nassen Standorten und selbst für Flächen mit geringstem Futterertrag.

Magerweide


Vorteile der Biotoppflege durch Schafbeweidung:
  • Erhaltung der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren (kulturelles Erbe).
Schafe haben ein sehr schmales Maul und können sich daher die einzelnen Pflanzen, die ihnen besonders gut schmecken, aussuchen. Wenn keine Überbeweidung stattfindet,
führt dies zu der erwünschten Artenvielfalt.

 

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  • Bildung größerer Mengen Grundwasser als bei Baumbestand/Wald.

Biotoppflege


  • Kräuterreichtum hat gesundheitsfördernde Wirkung auf die Tiere, demzufolge Einsparungen an Tierarzneimitteln und damit eine geringere Belastung der Nahrungskette.

Wegehüten

Kräuter am Wegesrand - Wegehüten


 

  • Im Gegensatz zu Pferden und Rindern reicht die bodenverdichtende Wirkung des Schaftritts nur ca. 1 bis 4 cm tief. Es entsteht eine kurze, feste Grasnarbe ohne Lücken.


 

  • Die vergleichsweise scharfen Hufe/Klauen sind in der Lage 'Vegetationsfilz' aufzureißen.
    Dieses fördert die Pflanzenarten, die nicht in der Lage sind, den Filz selbstständig zu durchdringen.
  • Der Tritt der Schafe führt zum Festtreten des Samens und dadurch verbesserter Keimbedingungen.


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